Neben der wirtschaftlichen Bedeutung erfüllt der Wald in der Region wichtige ökologische und soziale Aufgaben, wie Schutz- (Bodenschutz, Wasserschutz, Lawinenschutz etc.), Erholungs- oder Sonderfunktionen. Dabei nehmen flächenmäßig den größten Anteil die Schutzwälder ein.
Schutzwälder sind an den verschiedensten Standorten zu finden. Sie nehmen verschiedene - teilweise mehrere - Schutzfunktionen wahr, wie z.B. Wasserschutz, Klimaschutz, Immissionsschutz, Lärmschutz, Boden-/ Erosionsschutz, Lawinenschutz.
Die Schutzfunktion eines Waldes ist jeweils an einen bestimmten Standort gebunden. Aus diesem Grunde werden bei der Erteilung von Rodungsgenehmigungen für Schutzwälder strenge Maßstäbe angelegt.
Im alpinen Bereich übernimmt der Bergwald besonders vielfältige Schutzfunktionen. Er bietet Siedlungen und Verkehrsverbindungen in hohem Maße Schutz vor Lawinen, Steinschlag, Muren, Erosion und Hochwasser.
Im Hochgebirge und seinen Vorbergen können die Schutzfunktionen der Wälder insbesondere durch Aufforstung mit standortgerechtem Mischwald und durch Anheben der, u.a. durch intensive alpwirtschaftliche Nutzung herabgesetzten, Baumgrenze verbessert werden. Außerdem sind Maßnahmen zur Stabilität vorhandener Schutzwälder von besonderer Bedeutung.
Durch überhöhte Schalenwildbestände werden vielfach starke Verbissschäden verursacht. Daher bedarf es in den Bereichen, in denen der Zustand der Vegetation, insbesondere der Waldverjüngung, noch unbefriedigend ist, der Rückführung der Schalenwildbestände auf eine landeskulturell vertretbare Wilddichte, die eine natürliche Verjüngung der Hauptbaumarten auch ohne Schutz gewährleistet.
Fortschreitende Erschließung und wachsender Erholungsverkehr führen beim Wild zu einer zunehmenden Beunruhigung und Belastung, was u.a. auch Ursache sein kann für das Ansteigen von Verbissschäden. Daher kann es sich in bestimmten Bereichen anbieten, durch eine Lenkung bzw. Kanalisierung des Erholungsverkehrs Wildruhezonen zu schaffen.