TEIL A ÜBERFACHLICHE ZIELE UND GRUNDSÄTZE

zu I Allgemeine Ziele und Grundsätze

zu 1
 

Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung der Region ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und damit verbundenen Erschließungen einerseits und dem Schutz der vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft andererseits. Die Landschaft ist das wichtigste Kapital für die Tourismuswirtschaft. In diesem Zusammenhang wird auf die besondere Bedeutung der Land- und Alpwirtschaft in der Region hingewiesen. Als Produzent für gesunde Lebensmittel und als Kultur- und Landschaftspfleger ist die bäuerliche Landwirtschaft für das Allgäu unverzichtbar.

 

Dem demographischen Wandel und der Verschiebung der Altersstruktur der Bevölkerung ist Rechnung zu tragen. Zu beobachten ist ein besonders hoher Anteil von nicht mehr erwerbstätigen Bevölkerungsgruppen bei den Zuwanderungen - zurückzuführen auf die landschaftliche Attraktivität der Region. Es gilt daher, Versorgungseinrichtungen in allen Teilräumen für alle Altersgruppen aufrecht zu erhalten.

zu 2

Die Erhaltung der Naturgüter und eines möglichst attraktiven Landschaftsbildes mit typischer Flora und Fauna ist für die Funktionsfähigkeit der Region als Lebens- und Wirtschaftsraum für die einheimische Bevölkerung und als Erholungsraum wichtig.

zu 3

An die Region Allgäu grenzen die Regionen Augsburg und Donau-Iller im Norden, die Regionen Oberland und München im Osten und die Region Bodensee-Oberschwaben (Baden-Württemberg) im Westen an. Die gesamte südliche Grenze ist Staatsgrenze zu Österreich. Zu den bayerischen Regionen und zur baden-württembergischen Region bestehen aufgrund der gemeinsamen staatlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und historischen Voraussetzungen und der geographischen Gegebenheiten Beziehungen in vielen Bereichen (z.B. Straßen- und Schienenverkehr, Krankenhausversorgung, Hochschulwesen, Tourismus, Abfallwirtschaft).

 

Die Zusammenarbeit mit den österreichischen Nachbarländern Vorarlberg und Tirol hat sich durch die Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union deutlich vereinfacht. Dennoch erscheint es notwendig, noch vorhandene bürokratische Hemmnisse abzubauen und zur Vereinheitlichung beizutragen.

 

Als Organisationsebene für die Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten sinnvoll erweist sich die Euregio via salina, die sich über den gesamten Grenzraum zwischen Füssen und Lindau (Bodensee) erstreckt, und an die Euregio Bodensee anschließt.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis / Zum nächsten Punkt